Ab in die Eisdiele

30 Grad – Ab in die Eisdiele!

Auch das gehört zum Shoppen dazu – ein entspannendes, leckeres Eis in einer guten Eisdiele

In der Hitze des Sommers zählt die Eisdiele – neben dem Freibad, dem Baggersee und dem Bierkeller – zu den wohl begehrtesten Plätzen auf Erden. Frisches Eis aus handwerklicher Herstellung schmeckt einfach viel besser als abgepacktes Eis am Stiel.

Würde uns die Glasscheibe nicht davon trennen, könnte man glatt hineinspringen in die dargebotene Sortenvielfalt, die die Wahl nicht selten zur Qual werden lässt. Gerade in den letzten Jahren ist eine ungeheuere Fülle neuer Geschmacksrichtungen entstanden. Ausgefallene Sorten und jene, die unter Verwendung allseits bekannten und beliebten Naschwerks hergestellt werden, liegen zur Zeit voll im Trend, insbesondere für die kleinen Genießer ist Gummibärchen- und Schlumpfeis nach wie vor der absolute Renner.

Die Vereinigung der handwerklich arbeitenden italienischen Speiseeishersteller, Uniteis. e. V., veröffentlichte kürzlich eine Liste mit den in dieser Saison bislang gefragtesten Sorten. Die Favoriten unter den Eisklassikern sind nach wie vor: Vanille, Schoko, Haselnuss, Stracciatella, Latte Macchiato, Sahne-Kirsch, Yoghurt, Erdbeer, Zitrone und Banane. Die beliebtesten Trendsorten sind: Schoko-Chili, Cocco Bounty, Ricotta, White Mocca, Nougat, Zitrone-Pfefferminz, Pistazie-Safran, Apfel-Rosinen, Birne-Schokoraspel und Pink Grapefruit.

Anlässlich der weltgrößten Speiseeismesse in Longarone wurde „Prosecco“ als neue Geschmacksrichtung  kreiert und zum „Eis des Jahres 2009“ erwählt. Prosecco-Eis schmeckt wie ein feiner, leichter Sorbet und eignet sich sehr gut zum Bestücken von Obstbechern.

Die allererste Eisdiele der Welt hat vermutlich der Sizilianer Francesco Procopio de Coltelli, seinerzeit Koch am Hofe von Sonnenkönig Ludwig XIV., in Paris eröffnet. In Deutschland ging es mit der Eiskultur erst Anfang des vergangenen Jahrhunderts so richtig zur Sache, als die Venetier aus ihrer Heimat aufbrachen, um ihr zur Perfektion veredeltes Speiseeis in die weite Welt hinauszutragen. Auch heute noch werden hierzulande rund drei Viertel der Eiscafès von Italienern bewirtschaftet, was aber nicht heißen soll, dass das Eis aus deutscher handwerklicher Eigenproduktion mittlerweile nicht genauso genussvoll auf der Zunge zergeht.